Unternehmen unterschätzen Risiken der Energiewende

Die Energiewende erzeugt erhebliche Risiken für deutsche Unternehmen. Was der Ausstieg aus der Kernenergie und der Braunkohle bedeutet: Im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Systemsicherheit und Netzstabilität. Eine Analyse.

Deutschland zählt zu den wenigen Ländern, die sich einer doppelten Wende in der Stromerzeugung verschrieben haben. Einerseits reduzieren wir die fossilen Energieträger zugunsten Erneuerbarer Energien. Andererseits steigen wir aus der Kernkraft aus – und das, obwohl wir die Treibhausgas-Emissionen drastisch senken wollen. Die Risiken der Energiewende, die für die deutsche Unternehmen entstehen, sind nicht zu unterschätzen.

Wer dabei glaubt, diese Energiewende würde verschoben, wie 2009 der Ausstieg aus der Kernenergie, dürfte falsch liegen. Der gesellschaftliche Konsens drängt auf einen verstärkten Klimaschutz, wie die Wahl- und Umfrageergebnisse der Grünen zeigen. Für uns alle und die gesamte Gesellschaft gilt, sich darauf einzustellen und dementsprechend zu handeln.

Welcher Ausstieg kommt auf uns zu?

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist für 2022 beschlossen. Als sehr wahrscheinlich gilt ein Ende der Kohleverstromung in Deutschland zwischen 2035 und 2038. So lautet jedenfalls die Empfehlung der Kohlekommission.

NRW dürfte schon bis 2022 hart getroffen werden. Im Rheinischen Revier könnten bald 6 Braunkohle-Blöcke abgeschaltet werden, um bis zu 3,9 Gigawatt vom Netz zu nehmen. Bis 2030 folgen weitere 2,1 Gigawatt. Damit scheiden 6 der heute 10 Gigawatt Braunkohlestromerzeugung aus der Stromversorgung aus.

Welche Risiken erzeugt die Energiewende für Wirtschaft und Unternehmen?

Wirtschaft und Unternehmen benötigen eine planbare, kontinuierliche und bezahlbare Stromversorgung. Ohne diese Sicherheit können sie den hochkomplexen industriellen Produktionsprozess in Deutschland nicht aufrechterhalten. Es steht deshalb die Frage im Raum, was der Ausstiegsbeschluss der Kern- und Braunkohleenergie im Hinblick auf

  1. Wirtschaftlichkeit,
  2. Versorgungssicherheit,
  3. Systemsicherheit und
  4. Netzstabilität bedeutet?

Wirtschaftlichkeit

Die deutschen Strompreise für Unternehmen in der Industrie sind im EU­-Vergleich bereits heute schon die teuersten. Ohne Steuern und Abgaben wie z.B. die EEG-Umlage lägen diese im Mittelfeld der EU-­Länder. Die deutsche Förderpolitik der Erneuerbaren Energien verteuert den Strom für die Industrie. Denn nur rund 4% der Industriebetriebe profitieren von den gesetzlichen Ausgleichsregelungen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sichern sollen. 96% der Industriebetriebe zahlen die volle EEG­-Umlage.

Quelle: BDEW

Der Industriestrompreis hat sich seit 2010 um mehr als 50% (7 Cent je KWh) erhöht. Er liegt Anfang 2019 bei 19 Cent je KWh. Die absehbare Stilllegung von Kohlekraftwerken reduziert dabei das Angebot. Als logische Konsequenz steigt der bereits heute hohe Strompreis noch weiter. Gleichzeitig wirkt der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien zwar dämpfend auf die Preisentwicklung. Der Ausbau erhöht allerdings die Systemkosten und den Förderbedarf, d.h. die Netzentgelte und die EEG-Umlage. Sinkende Strompreise braucht die Industrie auf absehbare Zeit also nicht erwarten.

Im Gegenteil: Laut einer Studie im Auftrag des BDI und des DIHK verursacht der politisch beschleunigte Rückgang der Kohleverstromung allein bis 2030 zusätzliche Kosten von 14 bis 54 Milliarden Euro. Und auch die vom Ifo-Institut aus München befragten Volkswirtschafts-Professoren erwarten zu zwei Dritteln einen weiteren Anstieg der Strompreise.

Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit heißt konkret: Bedarfsgerechte Stromerzeugung. Stromkunden sollen ihre Nachfrage am Strommarkt jederzeit decken können. Erneuerbare Energien, die von Wind und Sonne abhängig sind, können diese Sicherheit nicht gewährleisten. Nur sogenannten grundlastfähige Kraftwerke wie Gas, Kohle und Kernenergie schaffen das. Sie können 8.760 Stunden, also das gesamte Jahr über Strom erzeugen – vorausgesetzt: Der nötige Brennstoff ist vorhanden. Regenerative Energien (Wind und Sonne) kommen im Durchschnitt und abhängig von ihrer geografischen Lage nur auf 1.000 bis 1.500 Stunden im Jahr.

Quelle: Frauenhofer ISE

Erneuerbaren Energien sollen Stromversorgungs-Lücke schließen

Aktuell hat die Braunkohle noch einen Anteil von 24% an der Nettostromerzeugung. Bis 2030 soll dieser Wert auf 10% und bis zum Jahr 2038 auf 0% sinken. Die Lücke, die bis zum Jahr 2030 entsteht, soll der Ausbau der EE auf 65% der Nettostromerzeugung schließen. Bis zum Jahr 2050 müsse ein Anteil von 80% grünen Energien erreicht werden. Aktuell haben wir in Deutschland aber nur einen Anteil von gut 40% am Strommix.

Allein diese Zahlen zeigen, vor welcher Herausforderung das Land in der Energiewende steht. Die regenerativen Energien müssen enorm ausgebaut werden, um die Kohle und Kernenergie zu ersetzen. Da sie nicht grundlastfähig sind, müssen sie sogar stärker ausgebaut werden, als die fossilen Kapazitäten. Denn an schwachen Wind und Sonnentagen braucht es viele Anlagen für Erneuerbare Energien, um bereits kleine Mengen an Strom zu erzeugen. Die Kohlekommission empfiehlt deshalb, die jährlichen Zubau­mengen für Erneuerbare Energien im Einklang mit dem 65-­Prozentziel bis 2030 anzupassen, d.h. zu erhöhen.

Allein diese Zahlen zeigen, vor welcher Herausforderung das Land in der Energiewende steht. Die regenerativen Energien müssen enorm ausgebaut werden, um die Kohle und Kernenergie zu ersetzen. Da sie nicht grundlastfähig sind, müssen sie sogar stärker ausgebaut werden, als die fossilen Kapazitäten. Denn an schwachen Wind und Sonnentagen braucht es viele Anlagen für Erneuerbare Energien, um bereits kleine Mengen an Strom zu erzeugen. Die Kohlekommission empfiehlt deshalb, die jährlichen Zubau­mengen für Erneuerbare Energien im Einklang mit dem 65-­Prozentziel bis 2030 anzupassen, d.h. zu erhöhen.

Allerdings nutzen Erneuerbaren Energien auch dann nichts, wenn es etwa zu einer Dunkelflauten oder Hitzeperioden kommt. Bei einer Dunkelflaute weht weder Wind, noch scheint die Sonne. Dies kommt regelmäßig in den Wintermonaten vor. In Hitzeperioden kommt es hingegen zum Ausfall der Solaranlagen, die dann nicht in Volllast Strom erzeugen können. Meistens weht während einer Hitzeperiode auch kein Wind, so dass auch diese Energiequelle ausfällt. Sowohl während einer Dunkelflaute als auch einer Hitzeperiode muss auf konventionelle Kraftwerke zurückgegriffen werden.

Ausbau der Erneuerbaren Energien läuft schleppend

Der „Bundesverband Windenergie“ geht davon aus, dass jährlich 4,5 GW Windenergie zugebaut werden müssten, um dieses Ziel zu erreichen. Das ist sehr ambitioniert, zumal sich die Widerstände in der Bevölkerung gegen einen weiteren Ausbau der Windkraft mehren. Zudem fehlt es an Nachfrage, wie die letzten Ausschreibungen der Bundesnetzagentur zeigten. Im Februar und Mai 2019 waren 1,35 GW Windenergie an Land ausgeschrieben. Aber nur knapp 750 MW wurden bezuschlagt. Investoren und Projektentwickler hielten sich folglich mit ihrer Nachfrage zurück.

Vor diesem Hintergrund ist eine Sonderausschreibung von 1 GW in diesem Jahr mehr als optimistisch. Dadurch sind 4,5 GW Zubau zumindest für 2019 im Ergebnis illusorisch. Der Ausbau gerät damit ins Stocken und muss deshalb in den kommenden Jahren beschleunigt werden. Zu den Risiken der Energiewende zahlt deshalb auch, dass Kraftwerke abgeschaltet werden müssen, ohne das adäquater Ersatz existiert.

Systemsicherheit

Aber es gibt noch weitere Risiken der Energiewende. So muss gefragt werden: Wie soll bei steigendem Anteil der regenerativen Energien und damit wachsender Volatilität sowie gleichzeitig sinkender Zahl konventioneller Kraftwerke die Systemsicherheit künftig geleistet werden?

Eingriffe in das Energiesystem werden häufiger

Neben kurzfristigen Unterbrechungen der Stromversorgung besteht auch die Gefahr eines langanhaltenden und allgemeinen Stromausfalls – eines Blackouts. Dieses Risiko einer Netzüberlastung steigt mit der Volatilität der Stromerzeugung, wie sie typisch ist für Erneuerbare Energie. Um Stromnetze vor einer Überlastung oder Unterversorgung zu schützen, nutzen Netzbetreiber das sogenannte Redispatch- und Einspeisemanagement. Sie halten Erzeugungsleistung von konventionellen Kraftwerken in Reserve und schalten diese zu, wenn nötig. Andererseits nehmen sie auch konventionelle Kraftwerke vom Netz, wenn eine Überlastung droht.

Zwischen 2012 bis 2017 stieg die Zahl der Redispatch-Maßnahmen um das vierfache von 4.956 auf 20.438 GWh. Der Redispatch kostet dabei Geld und verteuert Strom weiter. Im Jahr 2015 lagen die Kosten bei 1,1 Milliarden Euro. Ein Jahr später sanken sie auf 848 Millionen Euro, um in 2017 auf 1,4 Milliarden Euro zu steigen. Weitere Steigerungen und eine Zunahme der Redispatch-Maßnahmen können erwartet werden, um das System zu sichern.

Quelle: Bundesnetzagentur

Weitere Lösungsansätze zu Erhöhung der Systemsicherheit

Um die Systemsicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten, ist ein weiterer Netzausbau auf allen Netzebenen notwendig. Aber auch hier regt sich Widerstand in der Bevölkerung, insbesondere bei den 380 kV-Übertragungsnetzen, die Regionen miteinander verbinden sollen. Grundsätzlich kostet der Netzausbau viel Geld: Übertragungsnetze bis zu 30 Mrd. Euro; Verteilnetze bis zu 49 Mrd. Euro.

Neben dem Zubau der Erneuerbaren Energie schlägt die Kohlekommission vor:

  • Neue Gaskraftwerke und
  • neue Speichertechnologien für regenerativen Strom (z.B. Batteriespeicher, Power-to-X-Technologien).

Ergänzend setzt die Kommission auf den Europäischen Strommarkt, d.h. auf die Einfuhr von Strom aus dem Ausland. So sieht bereits das Münchener Ifo-Institut einen wachsenden Import von Kohle- und Atomstrom aus Polen und Tschechien auf uns zukommen. Die Situation ist also paradox. Während wir in Deutschland Kern- und Kohlekraftwerke aus Sicherheits- und Umweltschutzbedenken abstellen, importieren wir dreckigen Kohle- und gefährlichen Atomstrom aus dem Ausland.

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Im Ergebnis sind auch bei der Systemsicherheit die Herausforderungen und Risiken beträchtlich. Doch nicht nur die Energieerzeuger, sondern auch die Stromnetzbetreiber, die den Strom verteilen, stehen vor großen Herausforderungen.

Netzstabilität

Versorgungszuverlässigkeit

Unter der Versorgungszuverlässigkeit verstehen Experten, dass die Stromversorgung für den Letztverbraucher also in den Mittel- und Niederspannungsnetzen möglichst selten ungeplant unterbrochen wird. Gemessen wird dies mit dem SAIDI (dem System Average Interruption Index). Er basiert auf Daten zu Versorgungsunterbrechungen mit einer Dauer über drei Minuten.

Quelle: Bundesnetzagentur

Folgt man dem SAIDI, verfügt Deutschland aktuell über ein stabiles Stromnetz – auch im internationalen Vergleich. Da der SAIDI nur Versorgungsunterbrechungen von mehr als 3 Minuten misst, ist er als Maß für die Stromversorgungssicherheit bzw. -qualität aber ungeeignet – insbesondere für die Industrie. In der zunehmend vernetzten und digitalisierten Produktion sind bereits Unterbrechungen von wenigen Sekunden mit hohen Kosten verbunden, wie Produktionsausfall und Wiederanlaufen der Produktion. Unterbrechungen von mehr als 3 Minuten machen laut des Instituts der deutschen Wirtschaft lediglich 7% der kritischen Situationen aus. 72% sind Kurzunterbrechungen. Die restlichen Prozent sind Ausfälle, deren Länge unklar ist.

Problembewusstsein für Netzstabilität wachst

Unterschiedliche Akteure haben das Problem aber erkannt:

  1. Die Bundesnetzagentur hat vom Bundeswirtschaftsministerium den Auftrag erhalten, eine Studie zum Thema Versorgungssicherheit im Bereich der Mittel- und Niederspannung für Unterbrechungen von weniger als 3 Minuten zu erstellen.
  2. Die Industrieallianz für Regionale Energiesicherheit (IARES) wiederum möchte mit einem Energiemonitoring Transparenz hinsichtlich möglicher Probleme im Mittel- und Niederspannungsnetz in der Region schaffen.

Kooperationspartner auf der technischen Seite ist dabei die TH Köln. Das Handelsblatt Research Institute steht zur Verfügung, das Energiemonitoring aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begleiten.

Handlungsoption der Unternehmen zur Sicherung ihrer Stromversorgung

Die Risiken der Energiewende sind demnach real. Welche Handlungsoptionen haben aber Unternehmen selbst, ihre Stromversorgung zu sichern? Schon im Herbst 2013 gaben 43% der vom Institut der deutschen Wirtschaft befragten Betriebe in Deutschland an, dass sie bei der Energieversorgung Beeinträchtigungen verspüren. 14% von ihnen sprachen sogar von deutlichen Beeinträchtigungen ihrer Geschäftsabläufe.

Was können Unternehmen also tun? Zunächst muss das Problem der sinkenden Sicherheit der Energieversorgung höchste Priorität in den Chefetagen bekommenähnlich wie das Thema Cybersecurity, das lange unterschätzt wurde. Darüber hinaus:

  1. Unternehmen können die Lieferbeziehungen zu ihren lokalen Versorgern (wieder) intensivieren – falls sie im Zuge der liberalisierten Energiemärkte zu überregionalen Anbietern gewechselt sind.
  2. Gleichzeitig können Unternehmen lokale Allianzen oder Netzwerke bilden, um die komplexen Probleme gemeinsam zu lösen.
  3. Investitionen in eigene Erzeugungs- und Speicherkapazitäten helfen, Risiken zu minimieren. Hier muss aber die Wirtschaftlichkeit streng im Blick behalten werden.

Fazit: Die Risiken der Energiewende sind für Unternehmen groß – aber bewältigbar

Die Energiewende stellt Deutschland und besonders die deutschen Unternehmen vor große Herausforderungen. Dass sich diese Herausforderungen von selbst auflösen, gilt als unwahrscheinlich. Unternehmen sollten deshalb eigene Initiativen ergreifen, ihre Energieversorgung als strategisches Ziel in den Blick zu nehmen und langfristig vorsorgen.

Unternehmen können die Herausforderungen unterschiedlich lösen. Am vielversprechendsten erscheint dabei, mit anderen Akteuren und Unternehmen zusammen zuarbeiten. Dies kann auf lokaler und regionaler Ebene geschehen. Dann kann ein zukünftiger Blackout vermieden werden.

3 Antworten auf „Unternehmen unterschätzen Risiken der Energiewende“

  1. Energiewende und Wohnimmobilien und Strom für Heizung?
    Was soll mit den Bestandsimmobilien der Zeiten bis in die 80-er Jahre passieren? Ein großer Teil dieser Immobilien sind Bestandteil der 1- 2-Familien-Haus Siedlungen. Für diese Siedlungen rentiert sich keine Fernwärmeverlegung. Und bisher kenne ich auch keine Überlegungen geschweige denn Kostenüberlegungen, in diesen Bestandssiedlungen Nahwärmekonzepte einzuführen – und dies dann unter der Voraussetzung, dass alle anzuschließenden Häuser gedämmt sein müssten.

  2. Hier fehlt die Betrachtung des Flächenbedars. Wir produzieren in guten Zeiten für Wind und Sonne 40% des Stroms. Nachhaltig sind es aber nur 5%. Speicherung ist bisher technisch im Großmaßstab völlig ungelöst. Die vielen Windmühlen lassen sich gar nicht installieren, da auch ein ökologische Landwirtschaft mehr Flächenbedarf fordert.
    Windmühlen im Wald erfordern 1,3 ha Abholzung wo doch die CO2-Bilanz mehr Wald und weniger Verbrauch verlangt. Auch die Netze schlucken Wald in großen Mengen, da eine breite Schneise freigehalten werden muss.

  3. Die naheliegendste Lösung ist doch, die Laufzeit der Kernkraftwerke zu verlängern. Die deutschen Anlagen sind nach Aussagen der Medien, mindestens so sicher wie die im westlichen und östlichen Ausland. Die Politik hat Angst, die Wahrheit zu sagen. Und so lange Frau Merkel Kanzlerin ist wird sich da auch nichts tun. Leider gibt es bisher zu wenige Stimmen zu einer Verlängerung, kein Politiker und keine Partei hat den Mut, dies klar zu sagen und zu erklären.

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